Pustertaler Sprinzen

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Tux-Zillertaler Rind
PUSTERTALER SPRINZEN

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Rasse des Jahres 2014

[bearbeiten] Rassestandard

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Eine Pustertaler Sprinzen Kuh sollte 130 - 140 cm im Widerrist groß sein, eine guten Rumpf und feinen Knochenbau, trockene Fundamente mit korrekten Körperverbindungen und gesunden Klauen besitzen. Die Tiere sind rot, oder schwarz mit einem vorwiegend weiß gefärbten Kopf. Ohren sowie Umgebung von Flotzmaul und Augen sind pigmentiert. Der übrige Teil des Kopfes ist mehr oder weniger stark mit Farbtupfen (Sprinzen) versehen. Die Tiere sind an den Körperseiten gefärbt, die durch einen weißen Streifen getrennt sind. Bei den Übergängen von Farb- zu Weißfärbung ebenfalls mehr oder weniger stark ausgeprägte Farbtupfen. Die Farbausprägung kann sehr gering sein (fast weiße Tiere) bis stark gedeckt. Aus diesem Grund werden sie Pustertaler Sprinzen genannt.

[bearbeiten] Verbreitung

In Österreich halten ca. 80 Bauern rund 400 Sprinzenrinder. Mittlerweile gibt es Züchter in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Pustertaler Sprinzen werden auch im Alpenzoo in Innsbruck und im Tiergarten Schönbrunn in Wien gehalten. Fast alle Tiere werden in der Mutterkuhhaltung gehalten. Das Generhaltungsprogramm der Pustertaler Sprinzen wurde in Österreich 1999 gestartet. Schon seit längerem gibt es ein derartiges Programm auch in Südtirol, wo mittlerweile ebenfalls ca. 400 Sprinzenrinder registriert sind.

[bearbeiten] Zuchtgeschichte

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Ursprünglich beheimatet waren die Pustertaler Sprinzen im gleichnamigen Tal in Süd- und Osttirol. Man nimmt an, daß sie aus der Einkreuzung von Tuxerrindern mit den südlich der Zentralalpen beheimateten gelbroten und rotweißen Schlägen entstanden sind. Die Bezeichnung Sprinzen wurde deshalb gewählt, da die Regionen zwischen Weiß- und Rot-, Braun- bzw. Schwarzfärbung aussehen, als seien sie mit Farbe bespritzt. Zur Zeit der k.k.-Monarchie wurden die Pustertaler als beste Rinderrasse bezeichnet. Durch den Ersten Weltkrieg und den Anschluß Südtirols an Italien kam der Viehhandel nach Wien völlig zum Erliegen. Um 1927 zählte die Rasse noch 8.000 bis 10.000 Stück, die sich jedoch bald drastisch senkte. Die ersten Pustertaler Sprinzen wurden von Josef Wechselberger aus Gerlosberg um 1998 von Südtirol nach Tirol importiert. Schon 1999 wurde ein Generhaltungsprogramm für die Rasse in Österreich gestartet.


[bearbeiten] Förderungen

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Die Pustertaler Sprinzen Rasse wird im Programm der Ländlichen Entwicklung 07-13 als hoch gefährdete Rasse gefördert. Für jede Kuh erhält der Züchter jährlich 280 € und für jeden Zuchtstier 530 €.

Grundvoraussetzungen für den Erhalt der Förderung sind: + Exterieurmäßige Herdebuchaufnahme + Korrekte Abstammungsüberprüfung mittels DNA + Teilnahme am Inzuchtprogramm RDVMATE + Mitgliedschaft beim Rinderzuchtverband Tirol (Verantwortliche Organisation für das Generhaltungsprogramm) + Geschlossenes Herdebuch seit 2004 - d. h. es werden nur mehr Tiere aufgenommen, wo Vater und Mutter schon im österreichischen Generhaltungsprogramm der Pustertaler Sprinzen aufgenommen sind.

[bearbeiten] Leistungsdaten

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Daten aus dem Jahresabschluss der Fleischleistungskontrolle 2008:

Geburtsgewichte (ml/wbl): 56/52 kg

200-Tage-Gewicht (ml/wbl): 259/239 kg

200-Tage tgl. Zunahmen (ml/wbl): 1.080/992 Gramm

365-Tage-Gewicht (ml/wbl): 415/334 kg

365-Tage tgl. Zunahmen(ml/wbl): 1.007/804 Gramm

[bearbeiten] Vermarktung

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Die Vermarktung wird vorwiegend Abhof durchgeführt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit der Vermarktung oder des Ankaufes von Tieres über die Tierbörse des Rinderzuchtverbandes Tirol auf www.rinderzucht-tirol.at. Für Anfragen aller Art steht das Team des Rinderzuchtverbandes Tirol gerne bereit.

[bearbeiten] Erfahrungsberichte

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Sehr geschätzt wird die Pustertaler Sprinzenrasse in der Fleischrinderproduktion. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Fleischqualität und Mastfähigkeit werden sie gerne eingesetzt in der Gebrauchskreuzung. So gibt es Markenfleischprogramm auf Basis der Gebrauchskreuzung mit Pustertaler Sprinzen. Sprinzen entpuppen sich auch immer mehr zum Exportschlager. Sprinzensperma wurde schon nach Südafrika und Mittel- und Südamerika exportiert, um dort in Kreuzungsprogrammen eingesetzt zu werden.

[bearbeiten] Gefährdung

Ursprünglich beheimatet waren die Pustertaler Sprinzen im gleichnamigen Tal in Süd- und Osttirol. Um 1927 zählte die Rasse noch 8.000 bis 10.000 Stück, die Anzahl reduzierte sich aber drastisch. Die ersten Pustertaler Sprinzen wurden im Sinne einer Erhaltungszucht von Josef Wechselberger aus Gerlosberg um 1998 von Südtirol nach Tirol importiert. Schon 1999 wurde ein Generhaltungsprogramm für die Rasse in Österreich gestartet. Mittlerweile gibt es Züchter in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Pustertaler Sprinzen werden auch im Alpenzoo in Innsbruck und im Tiergarten Schönbrunn in Wien gehalten. Fast alle Tiere werden in der Mutterkuhhaltung eingesetzt. Der Herdebuchstand in Österreich beläuft sich 2009 auf 414 Tiere. Die Pustertaler Sprinzen Rasse wird im ÖPUL 2007 des Agrarumweltprogramms als „hoch gefährdete“ Rasse gefördert.

[bearbeiten] Literatur

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+ "Rinderrassen" - Wilckens 1876

+ "Die oesterreichischen Rinder-Racen" - k.k. Regierungsrat Professor Ferdinand Kaltenegger 1879

+ "PUSTERTALER eine bodenständige Rinderrasse" - Dr. Hugo Valentin 2004


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[bearbeiten] Weblinks

www.rinderzucht-tirol.at

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